Smartes Wohnmobil – dieses Mal mit Home Assistant

Überblick Smart Wohnmobil Steuerung Eura PT 695 EB

Wie man ein Wohnmobil smart machen kann, habe ich ja schon in meiner dreiteiligen Serie hier, hier und hier beschrieben. Aber ich hatte immer wieder Probleme mit Geräten, die nicht sicht- oder Schaltbar waren. Manchmal hat es aber auch gut funktioniert. Insgesamt war ich nur zu 90 % zufrieden.

Openhab im smarten Wohnmobil
Openhab im smarten Wohnmobil

Warum ausgerechnet Home Assistant?

Damit ich mein Haus und mein Wohnmobil gleichzeitig steuern kann, habe ich bei der Smarthome Lösung im Haus auf Home Assistant gesetzt. Dies ist genau wie Openhab eine Open Source Lösung. Daher hatte ich schon ein wenig Home Assistant Erfahrung, bevor es an die komplette Neu-Umsetzung der SmartMammut Anwendung ging. Was mich auch noch an Home Assistant überzeugt hat, war die Aussage eines Openhab Insider, das Home Assistant die einfacher Lösung sei. Das kann ich mittlerweile aus eigener Erfahrung bestätigen.
Home Assistant ist wesentlich einfacher aufgebaut und sowohl am Computer als auch in der App sind alle Funktionen zugänglich. In Openhab hinkt die App etwas hinterher. Was mich besonders fasziniert hat, war die Umsetzung der Heizungssteuerung. In Openhab musste man dazu einen virtuellen Schalter sowie einen virtuelle Temperatur Auswahl erstellen. Die Verknüpfung der einzelnen Geräte und Funktionen in Blockly war sehr kompliziert.

Ein weiterer Vorteil war die in der Android App eingebaute Möglichkeit die Werte des Blue Battery Shunt direkt in Home Assistant einzulesen. das habe ich schon in Openhab per HTML-Abfrage genutzt, aber direkt in Home Assistant auf die Werte zugreifen zu können ist ein großer Vorteil.

Heizungssteuerung ganz easy

In Home Assistant muss man dazu zwar eine Datei (YAML) händisch erstellen, die ist aber sehr einfach aufgebaut und macht aus einem Temperatursensor und einem Schalter (Relais) eine komplette Heizungssteuerung. Wie, das erkläre ich Euch in der nächsten Folge Schritt für Schritt.

Heizungssteuerung im smarten Wohnmobil Home Assistant
Heizungssteuerung im smarten Wohnmobil Home Assistant

Openhab hat auch Vorteile!

Openhab hat aber auch Vorteile, auf die ich bei der Anwendung von Home Assistant verzichten muss. Da wäre zum Einen der finanzielle Knackpunkt. Openhab ist völlig kostenlos, auch die Cloud kostet nichts. Wer bei Home Assistant die sehr gute Cloud Lösung von Nabucasa nutzen möchte, muss nach einer 31-tägigen Testzeit entweder monatlich für jeden Server (Instanz) 7,50 Euro oder 75 Euro pro Jahr bezahlen.

Nabu Casa die Home Assistant Cloud
Nabu Casa die Home Assistant Cloud

Was ich in Home Assistant derzeit auch vermisse, ist eine einfache übersichtliche Steuerung über meine Apple Watch. Aber das werden die Wenigsten von Euch brauchen.

SmartMammut Wohnmobil Steuerung an der Apple Watch

Ein weiterer Nachteil von Home Assistant im Vergleich zu Openhab ist, das man Home Assistant nur mit Einschränkungen als „Programm“ auf dem Raspberry Pi betreiben kann. Da ich meinen Raspi noch als Bordcomputer im Wohnmobile für Surfen und Streaming verwendet habe, trifft mich das am Meisten. Ein zweiter Raspi würde zusätzlichen Stromverbrauch und Platz und Gewicht bedeuten. Noch habe ich außer einem bereits vorhandenen Amazon Firestick noch keine endgültige Lösung für das Problem.

Grenzen von allen Smarthome Lösungen im Wohnmobil

Vorweg auch noch ein Hinweis aus eigener leidvoller Erfahrung zu den engeren Grenzen von Smarthome Lösungen im Wohnmobil.

  • Begrenzte Anzahl von Geräten im Internetrouter – Mein Netgear Nighthawk M1 kann maximal 20 Geräte
  • Stromverbrauch von Smarthomegeräten nuckeln am Akku oder deren Batterien
  • Wer keinen Wechselrichter (230 Volt) hat, der hat nur die sehr überschaubare Auswahl von 12 Volt oder Batteriebetriebenen Smarthome Steuer-Geräten
  • Smarthome ist bisher nur für Häuser gedacht, daher sind „noch“ keine Standortwechsel eingeplant

Was brauchen wir für die Installation von Home Assistant?

Raspberry Pi 4 Modell B; 4 GB, ARM-Cortex-A72 4 x, 1,50 GHz, 4 GB RAM, WLAN-ac, Bluetooth 5, LAN, 4 x USB, 2 x Micro-HDMI
  • Broadcom BCM2711, Quad-Core-Cortex-A72 (ARM Version 8), 64-Bit-SoC mit 1, 5 GHz, 4 GB LPDDR4-2400-SDRAM, 2, 4 GHz und 5, 0 GHz IEEE 802. 11b/g/n/ac WLAN, Bluetooth 5. 0, BLE.
  • True-Gigabit-Ethernet; 2 x USB-3. 0-Ports; 2 x USB-2. 0-Ports; erfordert 5, 1 V, 3 A Strom über USB-C oder GPIO.
  • Vollständig abwärtskompatibler 40-poliger GPIO-Header; 2 x Micro-HDMI-Ports unterstützen bis zu 4 K, 60 Hz Videoauflösung; zweizeilige MIPI-DSI/CSI-Schnittstellen für Kamera und Display.
  • Vierpoliger Stereo-Audio- und Composite-Video-Port; microSD-Kartenslot für das Laden von Betriebssystemen und Datenspeicherung; PoE (Power over Ethernet) möglich (erfordert PoE-HAT).
Angebot
SanDisk MAX ENDURANCE microSD Karte 128 GB (lange Lebensdauer, bis zu 60.000 Stunden aufnehmen, 4K, Full HD, temperatur- und stoßfest, wasserresistent)
  • Auf dieser langlebigen Speicherkarte können Sie kontinuierlich bis 60.000 Stunden aufzeichnen und überspielen
  • Konzipiert für und getestet unter extremen Bedingungen; temperaturbeständig, wasserdicht, stoßfest und röntgensicher
  • Speichern Sie mehr Material auf Ihrer Heim-Sicherheitskamera oder Ihrer Dash-Cam mit einer Kapazität von bis zu 128 GB
  • Dank der Einstufung nach Class 10, U3 und V30 sind Aufnahmen in Full HD und 4K möglich. Schnelle Übertragung und Backup-Sicherung von Videos auf einen Computer mit bis zu 100 MB/s Lesen
  • Inklusive Download der RescuePRO Deluxe Software zur Dateiwiederherstellung von versehentlich gelöschten Daten (Nutzung zwei Jahre kostenlos)
Für Raspberry Pi 4 Modell B Gehäuse mit Kühlkörper-Säule aus Aluminiumlegierung
  • Kompatibel mit Raspberry Pi 4 Modell B
  • Gehäuse aus Aluminiumlegierung in drei Säulen mit fest berührtem CPU/RAM/USB-Controller. Schnelle Wärmeabgabe aus dem Pi
  • Große Heatsink Exquisite Schleifpresse, CNC-Fräsen mit vielen Schlitzen können helfen, die Wärme schneller zu verteilen.
  • Glattes und gerades Aluminium-Material, ultradünnes Design und einfach zu installieren.
  • Robustes Metallgehäuse schützt Ihr Raspberry Pi 4 vor Kratzern, Staub, Beschädigungen. Hochwertiges Produkt und Service.
Power Delivery 3.0 USB C Steckdose 12V für iPhone 12/12 Mini/12 Pro, 30W PD & QC 3.0 USB Einbau Buchse Wasserdicht KFZ Ladegerät Dose mit Schalter LED Voltmeter für Auto Motorrad Boot LKW Wohnwagen RV
  • ✔【PD 30W Schnellladung】 Power Delivery 3.0 USB-C-Anschluss liefert maximal 30 W Leistung für iPhone 12 / Mini / Pro / Pro Max / 11 / Pro / Max, iPhone X / XS / XR / 8/8 Plus / SE, lPad, AirPods, Galaxy S10 + / S9 + / S8 +. Von 0% bis 50% bei dreifacher Geschwindigkeit in 30 Minuten. (Für iPhone-Schnellladung: Verwendung mit USB C TO LIGHTNING-Kabel.)
  • ✔【18W QC 3.0】 Die maximale Leistung beträgt 18W. Bietet 4-fache Ladegeschwindigkeit für kompatible Geräte. Kompatible Geräte können in nur 35 Minuten zu 80% aufgeladen werden. Vollständig abwärtskompatibel mit allen Versionen von Quick Charge.
  • ✔【Ein / Aus Schalter】 Diese 12-V-USB-Steckdose verfügt über einen Ein- / Ausschalter, der einen Stromausfall verhindern, Energie sparen und verhindern kann, dass die Batterie im Leerlauf entladen wird. Auch mit dem LED-Voltmeter zur zeitnahen Überwachung Ihrer Autobatterie.
  • ✔【Effiziente Sicherheit】 Eingebauter Smart IC Chip. Schützen Sie das Gerät vor Überspannung, Überhitzung, Überlast oder Kurzschluss. Es kann die Geräte intelligent erkennen und ihnen die beste Ladegeschwindigkeit bieten. Zertifiziert von UL, CE & FCC.
  • ✔【100% wasserdicht】Dieses USB-Ladegerät für die Schalttafeleinbau ist mit einer vollständig versiegelten Schutzkappe ausgestattet, die 100% wasserdicht und staubdicht ist. IP66 wasserdicht, funktioniert hervorragend auf Schiffen, Booten und Motorrädern.
SanDisk MobileMate USB 3.0 Kartenleser (Für microSD Speicherkarten, kompaktes und robustes Design, abwärtskompatibel mit USB 2.0, bis zu 170 MB/s Übertragung)
  • Mit dem microSD Kartenleser MobileMate USB 3.0 können Sie Daten von der Speicherkarte Ihrer Kamera oder Drohne einfach und schnell übertragen
  • Der kompakte und robuste Kartenleser funktioniert ohne Downloads oder zusätzliche Software
  • Dank der schnellen Datenübertragung mit bis zu 170 MB/s können Sie in kürzester Zeit wieder neue Aufnahmen machen
  • Der USB 3.0 Kartenleser für microSD Karten ist mit USB 3.0 und USB 2.0 kompatibel
  • Lieferumfang: SanDisk MobileMate USB 3.0 Kartenleser (Für microSD Speicherkarten, kompaktes und robustes Design, abwärtskompatibel mit USB 2.0, 170 MB/s Übertragung) 2 Jahre Garantie

Einen Raspberry Pi 3 oder besser 4 mit möglichst 4 GB, sowie eine Micro SD-Karte mit mindestens 32 GB, besser 64 oder gleich 128 GB. Dazu noch einen Kühlkörper um die Abwärme weg zu bekommen. Für die Stromversorgung sollten wir noch eine USB-C Steckdose einbauen, die genügend Power hat um den Raspberry Pi zu versorgen. Alle von mir genutzten Teile habe ich Euch oben auf Amazon verlinkt (Affiliate Links, Ihr unterstützt meine Arbeit, ohne mehr zu bezahlen)

Installation von Home Assistant auf dem Raspberry Pi

Dazu brauchen wir einen PC oder Mac mit SD-Karten Slot oder USB-Stick mit SD-Karten Einschub (siehe oben). Dann die Software Balena Etcher. Wie Ihr dann Home Assistant auf der SD Karte installiert, könnt Ihr hier nachlesen. Der Raspberry Pi kann in unserem Fall irgendwo im Wohnmobil verbaut werden. Er benötigt lediglich eine Stromversorgung über USB-C sowie Internetzugang über einen Router, wenn Ihr Home Assistant aus der Ferne steuern wollt.

Home Assistant auf Micro SD Karte installieren für das smarte Wohnmobil
Home Assistant auf Micro SD Karte installieren für das smarte Wohnmobil

Als nächstes konfigurieren wir unseren Raspberry Pi mit Home Assistant für den Betrieb in unserem smarten Wohnmobil.

Anleitung zur Installation von Home Assistant auf einem Rasbperry Pi

So sieht das bisherige Endergebnis aus

In der nächsten Folge binden wir die Sensoren ein

Der Raspberry Pi ist nun im Smarten Wohnmobil einsatzbereit. Im nächsten Teil binden wir die Sensoren und Aktoren in Home Assistant ein. Was haltet Ihr von dieser Lösung? Was könnte man damit noch machen? Schreibt es mir in die Kommentare

3 Kommentare
  1. Andreas Busse sagte:

    Hallo Herr Schleeh.
    Ich verfolge schon einige Zeit ihre YouTube Berichte.
    Die sind alle sehr informativ.

    Auch ich habe seit diesem Jahr ein Raspberry 3B mit Home Assistant in meinen Wohnmobil.
    Angefangen habe ich mit der Lichtsteuerung der LED Beleuchtung. Danach habe ich in den Kühlschrank zwei Temperatur Messungen eingebaut. Vor kurzem habe ich aus einer alten digitalen Personenwaage eine Gasflaschenwaage gebaut, die im Home Assistant eingelesen wird. Am Landstrom Anschluss habe ich nun einen Sonoff POW. Damit messe ich die bezogene Leistung aus der Stromsäule. Wenn die Restleistung am Morgen die benötigte Energie für das Haare föhnen und Kaffee kochen unterschreitet, dann schalte ich den Landstrom ab.
    Da brauche ich morgens kein Geld mehr in die Stromsäule einwerfen.
    Ich habe mir auf meinem Android Handy einen eigenen Voice Assistenten gebaut. Damit schalte ich das Licht ein, mache das Licht heller oder dunkler oder schalte das Licht aus. Mit einem Macrodroid Macro kann ich auch Button als einblenden. Die Buttons senden dann MQTT Befehle an den Home Assistant.
    Im Mobil ist auch ein Android Handy, das bei Ausfall der LTE Routers einen Hotspot für das Home Assistant System bereitstellt.
    Dieses Handy stellt auch über GPS die aktuelle Position zur Verfügung.
    Ich bekomme aus dem Home Assistant über Notification Alarme. Ich kann Statusmeldung über WLAN oder SMS anfordern.
    Wenn ich im dunklen nach Hause komme, dann drücke ich den Start Button an meinem Handy. Das Handy verbindet sich mit meinem WLAN und der Home Assistant schaltet das Licht im Mobil ein.

    Meine Sonoff, die Gasflaschenwaage und die Lichtsteuerungen sind mit tasmota geflashed und haben keinen Internet Zugang.
    Mein Voice Assistent läuft auch ohne Internet.
    Die Kommandos von den Button gehen lokal über MQTT oder über SMS.
    Es werden keine China Clouds für Sensoren oder Aktoren benötigt.

    Weitere Ausbaustufen werden eine lifepo4 mit einem daly BMS sein. Das daly BMS kann über ESP Home in den Home Assistant eingelesen werden.
    Ich möchte die Heizungsklappe für den Frischwasser und den Abwassertank mit einem Servo verstellen.
    Ich möchte die Truma Heizung mit dem Home Assistant bedienen können. Ich werde in die Warmluft Schläuche Temperatur Sensor einbauen. Dann sehe ich im Home Assistant wann die Heizung läuft. Zum ein- oder ausschalten kann man auch den Eingang für den Fenster Sensor an der Heizung verwenden.
    Die Ideen kommen schneller als sie umgesetzt werden können. Ich kann auch einige Screenshots von meinem Home Assistant bereitstellen.

    Ich werde hier die Berichte weiter verfolgen.

    Liebe Grüße
    Andreas

    Antworten
  2. Andreas Busse sagte:

    Hallo Herr Schleeh.
    Die Rechschreibkorrektur hat in meinen ersten Kommentar ihren Namen geändert.
    Bitte korrigieren.
    Liebe Grüße
    Andreas

    Antworten
    • Hannes Schleeh sagte:

      Hallo Herr Busse,

      habe ich geändert, ebenso habe ich „geflashed“ aus dem „gefälscht“ weiter unten gemacht. Danke für die interessanten Einblicke in Ihre Lösung. Ich denke ich könnte noch viel von Ihnen lernen.
      An MQTT und Tasmota habe ich mich noch nicht gewagt.

      Grüße aus dem smarten Eura Mobil, welches momentan in Südtirol unterwegs ist.

      Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Kommentar verfassen