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360° oder Bird-View Kamera – Teil 1 Überlegungen und Vorbereitungen

360 Grad Bird View System selbst ins Wohnmobil einbauen

Warum haben Wohnmobile keine 360°-Kamera ab Werk verbaut?

Dienstlich fahre ich einen Audi und die bekommt man meist ab Werk mit einer fest verbauten 360° Kamera oder auch Bird-View Kamera genannt. Man sieht dann sein Fahrzeug von oben und kann erkennen, was sich um das Fahrzeug herum befindet. Aber warum bauen das die Hersteller von Wohnmobilen nicht ein. Da ist es doch wesentlich sinnvoller als bei einem PKW. Der Grund dafür sind wie so oft die Kosten. Denn alles was Zeit braucht, kostet heute enorm viel Geld. Das gilt auch für die Kalibrierung, also die Einstellung einer 360°-Kamera. Das machen die bei Audi für einen PKW-Typen genau einmal und sehr gründlich für alle Kunden, die so ein Extra bestellen. Bei Wohnmobilen ist das wesentlich schwieriger, denn da können die vier Kameras nicht immer an den gleichen Stellen angebracht werden und die Aussenhüllen gleichen sich auch nicht für sehr viele Fahrzeugtypen. Das führt zu sehr hohen Kosten durch die richtige Einstellungen des Kamerassystems, dem Kalibrieren oder auch Stiching.

Teueres Markenprodukt oder China-Ware

Birdview-Kamera-Systeme von deutschen Marken kosten schon mal locker über 2.000 Euro und das ohne Einbau. Auf meinen vielen China-Reisen habe ich mittlerweile ein anderes, besseres Verständnis für Produkte aus dem Reich der Mitte. Denn China produziert nicht nur Massen- und Billig-Ware, sondern ist in vielen Bereichen der Consumer-Elektronik mittlerweile führend. Von einem Unternehmen aus Shenzhen mit dem Namen SZ-Dalos gibt es ein relativ gutes und noch bezahlbares 360° Bird-View System. Weihnachten 2023 war es dann soweit und ich habe es über Ali Express bestellt.

SZDALOS 360 Grad-Birdview Kamerasysytem für Wohnmobile

SZDALOS 360 Grad-Birdview Kamerasysytem für Wohnmobile

Der Einbau der vier Kameras

Der Einbau des 360°-Kamera-Systems will gut geplant sein. Denn es müssen an alle vier Seiten des Wohnmobils je eine Kamera angebracht werden. Die Kabel aller Kameras sowie die Stromversorung, die Signalgeber von beiden Blinkern und dem Rückwärtsgang müssen dann am Einbauort der Zentraleinheit zusammen geführt und angeschlossen werden. Dafür solltet Ihr Euch erst mal einen passenden Einbauort suchen. In meinem Teilintegrierten Fiat Ducato fiel die Wahl auf das Handschuhfach auf der Beifahrerseite. Die Kameras sind sogenannte Fischaugenkameras und zeichnen in einem Winkel von 180° auf. Deshalb müssen sie mittig an den Fahrzeugseiten und an der Front und Rückwand angebracht werden. Draus wird dann durch die Steuereinheit ein virtuelles, künstliches 360° Bild erzeugt, das wie eien Aufnahme von oben wirkt.

Alle Zubehörteile der SZDALOS 360 Grad-Kamera

Alle Zubehörteile der SZDALOS 360 Grad-Kamera ohne Bildschirm

Positionierung der vier Kameras am Wohnmobil

Für die Installation der Kameras müssen wir den Einbauort sorgfältig auswählen. Zum Einen sollte er möglichst sehr weit oben sein und möglichst in der Mitte des Fhrzeugs, um alles von vorne bis hinten abzudecken.

Die Postitionen der Seiten- und Heckkameras sind mit entsprechendem Ausmessen und Prüfen was sich hinter dem Einbauort im Fahrzeug befindet relativ einfach zu bestimmen.

Heckkamera Postition

Heck Kamera Position Am Wohnmobil für die  360 Grad Bird View

Heck Kamera Position Am Wohnmobil für die 360 Grad Bird View

An den langen Seiten messen wir die Mitte des Wohnmobils aus, damit die Kamera Front und Heck im Blick hat.

Kameraposition auf der Fahrerseite des Wohnmobils für die 360 Grad Bird View Kamera

Kameraposition auf der Fahrerseite des Wohnmobils für die 360 Grad Bird View Kamera

Kameraposition auf der Beifahrerseite des Wohnmobils für die 360 Grad Bird View Kamera

Kameraposition auf der Beifahrerseite des Wohnmobils für die 360 Grad Bird View Kamera

Mögliche Front Kamera Position für die 360° Birdview

Mögliche Front Kamera Positionen für die 360° Birdview

Zwei verschiedene Positionen am Teilintegrierten vorne

Bei der Anbringung der Frontkamera am Teilintegrierten gibt es zwei mögliche Positionen, die aber leider beide individuelle Vor- und Nachteile haben.

Position 1:
An der T-Haube oben angebracht befindet sich die Kamerea von der Höhe passend zu den anderen drei Kameras an den Seiten und am Heck. Damit lässt sich die Kalibrierung leichter durchführen.
Nachteil: Es fehlt die Kühlerhaube und damit der Blick auf den Teil der Strasse direkt vor der vorderen Stossstange.

Position 2:
Am Kühlergrill ganz vorne am Fahrzeug. Hier wird dann auch der fahrweg direkt vor dem Wohnmobil erfasst. Aber das Zusammenfügen aller 4 Kamera-Positionen zu einer Draufsicht wird viel schwieriger. Ich habe die Frontkamera auch noch einmal versetzt, da ich durch die Chromeleiste im Kühlergrill eine unnötige Spiegelung hatte.

Kameras testweise am Wohnmobil anbringen

Empfehlenswert ist es aus meiner Sicht , die vier Kameras mit Klebeband testweise außen am Wohnmobil anzubringen, um zu sehen ob es so passen könnte. Auf den nachfolgenden Bildern seht ihr, wie ich das gemacht habe. Die Kabel sind alle lang genug und lassen sich über Türen, Fenster und Dachfenster gut im Innenraum probehalber zusammenführen.

Beifahreseite Test Anbringung Kamera

Beifahreseite Test Anbringung Kamera

Heckkamera Test Anbringung

Heckkamera Test Anbringung

Erstes Bild aller vier Kameras

Erstes Bild aller vier Kameras

Noch unkorrigiertes 360 Grad Bild der testhalber angebrachten Kameras

Noch unkorrigiertes 360 Grad Bild der testhalber angebrachten Kameras

Passender Einbauort für das Steuergerät

Wenn ihr das gemacht habt, könnt Ihr sehen, ob die anvisierten Einbaupositionen auch Bilder mit dem passenden Überblick liefern. Das Kalibrieren bringt dann noch ein homogeneres Bild. Auch überlegen solltet Ihr Euch einen passenden Platz für das Steuergerät und damit den Ort an dem alle Kabel der Kameras, sowie die Steuersignale der Blinker und der Rückfahrkamera zusammenlaufen. Das ist ein ganz schönes Kabelgewirr und das Verlegen der Kabel ist noch vor dem Kalibrieren der aufwändigste Teil des Einbaus.

Aber dazu mehr im zweiten Teil!

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