Internetzugang in China – Mein Tipp – Glocalme

GlocalMe ist ein Startup aus Hongkong, deren G2 WLAN-Access Point ich in 2015 als Backer unterstützt habe. Der Vorteil gegenüber „normalen“ WLAN Access Points ist bei GlocalMe die virtuelle SIM-Karte im Gerät. Damit kann man für 5 Cent pro MegaByte weltweit ins Internet. Noch günstiger wird es mit auf der Webseite von GlocalMe bestellbaren zeitlich begrenzten Paketen.

Zusätzlich hat der GlocalMe Access Point noch zwei SIM-Karten Slots für Datenkarten. (Leider kann man in der Software keine PIN eingeben!)

Wie man sehr schön auf dem obigen Screenshot sehen kann, bekommt man von 300 MB für einen Tag (1,50 €) über 3 GB für 30 Tage (15,00 €) bis zu 12 GB für ein Jahr (187,50) für alle Fälle das passende Paket. Für meine meist 10-tägigen Delegationsreisen reichen die 3 GB für mich und die Teilnehmer aus. Dabei können maximal 5 Teilnehmer den Access Point gleichzeitig nutzen. Wer noch in Hongkong oder Macau Station macht findet bei GlocalMe etwas teuerere Pakete, die die beiden Enklaven beinhalten.

Sprung über die Great Firewall of China

China schottet sich ab im Internet. Der Staat möchte vermeiden, dass das weltweite Netz zu Aufwiegelei und Aktionen gegen das System der KP „mißbraucht“ wird. Insider nennen das „The great Firewall of China“ Die macht es uns China-Besuchern schwer im Reich der Mitte online mit unseren gewohnten Diensten verbunden zu bleiben.

VPN – Virtual Private Networks der Tunnel in die Heimat

Internetzugang ist in China wie bei uns nahezu überall und kostengünstig zu bekommen. Mobil oder per WLAN in Hotels und Gastronomie. Leider nur die in China zugelassenen Seiten und Dienste. Da die weltgrößte Suchmaschine Google sich bis vor kurzem geweigert hat, Zensuren in China zuzulassen, ist auch Google nicht in China erreichbar. Für fast alle westlichen Dienste gibt es passende chinesische Pendants.

  • Google – Baidu
  • Amazon – Alibaba
  • WhatsApp – WeChat
  • Facebook – QQ

VPN oder Virtual Private Network ist eine getunnelte Verbindung auf Basis einer bestehenden Internetverbindung.

Ein verschlüsseltes (virtuelles) Netzwerk über ein unverschlüsseltes Netzwerk herzustellen, kann ein wichtiges Kriterium, mitunter sogar der Hauptgrund für die Verwendung eines VPNs sein.

Wikipedia

VPN-TIPP

Bei der Auswahl der Zugangsserver hat es sich bewährt die Zeitzonen zu nehmen, die zum Zeitpunkt der Einwahl Bürozeiten hatten.

Das bedeutet, man baut im öffentlichen Internet eine verschlüsselte Verbindung (Tunnel) zu einem Server im Westen auf, der dann einen Zugang zu in China blockierten Servern wie Google oder Facebook ermöglicht. Ich habe dafür bei meiner letzten China-Reise NordVPN genutzt. Für diesen Anbieter gibt es sowohl für Computer als auch für Smartphones passende Zugangs-Apps.

Warnung!

Nehmen Sie am besten ein nacktes (leeres) Smartphone und einen nackten (leeren) Laptop nur mit den für die Reise nötigsten Daten mit. Alles was da nicht drauf ist, kann auch nicht in die falschen Hände geraten. Gilt übrigens ganz besonders für die USA!!

Kleine Helfer / Apps für die Chinareise

Zur Vorbereitung und Durchführung von China Delegationsreisen nutze ich ein paar Apps. Dafür ist ein Internetzugang häufig die Voraussetzung, aber das haben wir nun ja geregelt.

Zur Vorbereitung und zeitlichen Planung habe ich mittlerweile mehrere Apps getestet. Tripcase, Tripit und Kayak. Tripcase hatte einmal eine Tizen App für die Samsung Gear, die ist aber leider aus dem App-Store verschwunden. Tripit hat mir sowohl von der Optik als auch von der Funktionalität nicht zugesagt. (Geschmacksache!). Hängen geblieben bin ich bei Kayak, das bei einer wunderschönen optischen Darstellung auch einen Apple Watch Ableger bietet.

Vorteil aller drei Apps ist, dass man per Email erhaltene Buchungsbestätigungen (Englisch itineray) automatisch und direkt in die App und die Reise eingetragen bekommt. Egal ob Flugbuchung, oder Hotelbuchung. Zusätzlich kann man dann weitere Termine auf der Reise planen und am Ende sogar an die Teilnehmer versenden. Als Leiter der Delegation ist man per Apple Watch immer im Bilde, was als nächstes folgt. In China hat man dann noch zusätzlich den Hotelnamen in der iPhone App auf Mandarin parat, um diese dem Taxifahrer zu zeigen

Sind alle im Bus? – Bloß niemand vergessen!

Wenn man eine Delegation in einem fremden Land führt, trägt man eine gewisse Verantwortung für die Teilnehmer. Gerade bei Besuchen in Firmen und Stadtzentren kann es leicht vorkommen, dass man einen Teilnehmer zurück läßt. Das sollte nicht passieren. Aber wer war von Anfang an im Bus? Wer hat heute einen eigenen Termin mit einem potentiellen Kunden? Jeden Tag kann sich die Zusammensetzung einer Delegation ändern.

Damit niemand vergessen wird, mache ich mir vor jeder Reise eine Liste in der Notizen App auf dem iPhone zum abhaken. Genau wie bei meiner Packliste für Reisen, kann ich diese mehrfach wieder verwenden. Wichtig ist es den Busfahrer dazu zu bringen nur die vordere Tür zu öffnen, damit ich dann bequem jeden beim Ein- oder Aussteigen abhaken kann. So kann keiner meiner Teilnehmer in der fremden Stadt verloren gehen. Die Liste muss natürlich für jede Fahrt angepasst werden.

Always online in China - Teil 3 der China Tipps für Geschäftsreisende
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