Was ist genau ist der Amazon-Echo?

Der Echo ist ein drahtloser Lautsprecher und ein sprachgesteuerter Assistent. Ähnlich wie Apples Siri kann man Alexa von Amazon direkte Fragen stellen, oder Befehle erteilen. Mit den Echo Geräten Echo und Echo-Dot unternimmt Amazon seinen ersten Gehversuch in den Welten der Hausautomation und intelligenter Haustechnik. Der Echo ist ein knapp 24 Zentimeter hoher Zylinder, der ein wenig über 8 Zentimeter im Durchmesser misst. Den größten Teil seines Inhaltes bildet ein leistungsfähiger Lautsprecher. Über ein kreisförmiges Array von sieben Mikrofonen, die in alle Richtungen lauschen, kann man den Echo mit dem Begriff „Alexa“ dazu bringen dem Nutzer zuzuhören und Befehle auszuführen.

Amazon Echo Innen Ansicht Foto Amazon

Amazon Echo Innen Ansicht Foto: Amazon

Die einfachste Form ist, auf dem Lautsprecher beliebige Musiktitel oder Playlisten aus Amazon Music, Spotify oder TuneIn abzuspielen. Ähnlich wie die bereits hier getesteten Social Music Player Boom von Ultimate Ears kommt aus dem relativ kleinen und kompakten Zylinder ein ziemlich satter Raum füllender Ton. Leider hat der Echo im Gegensatz zu den portablen Social Music Playern von Ultimate Ears keine Batterie und kann daher nur mit dem mitgelieferten Netzteil direkt am Stromnetz betrieben werden. Eine Verbindung mit Abspielgeräten über Bluetooth ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten. Im Gegensatz zu den reinen Abspielgeräten von der Logitech Tochter Ultimate Ears kann der Amazon Echo aber noch mehr. Ihr könnt der fertig eingerichteten mit dem Internet und Euerem Amazon Konto verbundenen Dose auch Befehle geben. Egal, ob Ihr einen Alarm einstellen, Medienwiedergabe starten, To-do-Listen erstellen, die aktuelle Wettervorhersage oder Echtzeit-Informationen zu Euerer täglichen Wegstrecke in die Arbeit hören wollt, das alles ist nur einen richtigen Zauberspruch mit dem Zauberwort „Alexa“ entfernt. Der Echo bietet auch Unterstützung für die Steuerung von Smarthome Geräten wie zum Beispiel dem Philips Hue-Lichtsystem. Der Echo wird über eine Online-Verbindung von Amazons Alexa Voice Service gespeist, ähnlich Apples Sprachassistentin Siri.

Den Echo und seinen kleinen Bruder Echo-Dot bekommt man ausschließlich bei Amazon und derzeit nur als Prime Kunde mit einer Einladung. Dann aber bekommt man einen Nachlass von 50 Euro auf den offiziellen Verkaufspreis von 179,99 Euro.

Bevor wir den Echo einrichten, verschaffen wir uns erst einen Überblick über die Knöpfe Regler und das Innenleben des Geräts.

Knöpfe Amazon Echo Foto Amazon

Knöpfe Amazon Echo Foto: Amazon

Insgesamt gibt es nur drei physische Einstellmöglichkeiten, die Mikrofon-Taste, damit stellt man Alexa ab, was durch ein rotes Aufleuchten des ansonsten blauen LED-Rings signalisiert wird. Den LED-Ring, den man zur Einstellung der Lautstärke links oder rechts drehen kann und die Aktionstaste, die man anstatt eines gesagten Startbefehls drücken kann um das System arbeiten zu lassen.

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Der LED-Ring zeigt zusätzlich bei Aktivierung an, aus welcher Richtung er den Sprachbefehl erwartet. Das hilft, wenn mehrere Personen gleichzeitig auf die arme Alexa einreden.

Bevor man den Echo oder Alexa mittels Sprachbefehlen steuern kann, muss man das System erst einmal einrichten. Das klappte in unserem Fall nicht ganz problemlos. Besonders die Einrichtung von Spotify über die App klappte erst nach mehreren erfolglosen Versuchen und der Ausgabe kryptischer Fehlermeldungen.

Zum Einrichten ist zuerst der Download und die Installation der Amazon Alexa App erforderlich.amazon-alexa-appamazon-alexa-app-ios

Die App gibt es sowohl für Android, als auch für Apple iOS.

Sobald die App am Smartphone installiert und geöffnet ist, kann es mit der Einrichtung los gehen. Falls noch nicht erfolgt sollte der Echo jetzt mit dem mit gelieferten Netzteil an das Stromnetz angeschlossen werden. Der LED-Ring oben auf dem Gerät wechselt dabei von blau auf einen orangen Sektor und die Stimme von Alexa erklärt, dass sie eingerichtet werden will.

Erst sollte man sich auf seinem Amazon-Konto einloggen, dann sucht man in der App unter Geräten den über dieses Konto gekauften Echo aus.  Einmalig muss man sich in das WLAN des Echo einloggen. Dieses WLAN ist als „Amazon-**“ in den Einstellungen unter den sichtbaren WLAN’s zu sehen.

Hat das alles geklappt, muss man dem Echo über die App nur noch die Zugangsdaten zum eigene WLAN eingeben.

 

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Amazon Echo unter Android einrichten

Amazon Echo unter Android einrichten

Nach der Einrichtung kann man mit dem Startwort „Alexa“ dem Amazon Echo Befehle erteilen oder Fragen stellen. Das Startwort kann in den Einstellungen auch auf die beiden Wörter „Amazon“ oder „Echo“ geändert werden. Leider kann man kein eigenes Startwort einrichten. Mit dem Befehl „Alexa stop!“ kann man falsche Ausgaben anhalten und es erneut versuchen. Das ist vor allem bei längeren Ansagen der Sprachassiszentin sehr sinnvoll.

Nicht immer versteht der Echo was wir von ihm wollen. Auch die Suche ist nicht sehr zielsicher. Amazon hat die Microsoft Suchmaschine Bing im Hintergrund eingeschaltet. Im Gegensatz zum neuen Google Now versteht der Amazon Echo keine zusätzlichen Fragen die sich auf den vorherigen Kontext beziehen. Auch Songtitel werden häufig nicht gefunden oder der Echo behauptet bei Spotify sei dieser Song nicht in der eigenen Bibliothek.

Genau wie andere Cloudbasierte Spracherkennungssysteme lernt der Amazon Echo ständig dazu und Ihr könnt als Nutzer in der App helfen die Ergebnisse zu verbessern. Alle mit dem System wie mit einem Menschen ausgetauschte Informationen werden selbstverständlich vom Anbieter im Hintergrund genutzt. Datensammeln, um uns noch bessere Vorschläge für Artikel auf Amazon anzuzeigen, ist sicher eines der Ziele, die Amazon mit der Echo-Serie verfolgt. Wir werden die nächste Zeit genau darauf achten, ob sich da etwas erkennbares auf der Plattform verändert.

Insgesamt ist der Amazon Echo derzeit ein lustiger Partygag und jeder möchte mit dem Zylinder sprechen. Wir werden sehen ob er sich im Alltag bewährt und sinnvolle Unterstützung bietet. Einen Wunsch hätte ich schon. Statt mit der Fernbedienung würde ich gerne den Amazon Fire Stick mit Alexa bedienen. Einfach den gewünschten Film, die Lieblingsserie oder den passenden Sender über Zattoo per Sprachbefehl aufrufen, das wäre ein tolles Feature.

Alexa – bitte ZDF über Zattoo öffnen!

Hier noch eine Aufzählung von möglichen Befehlen, die Ihr Alexa sagen könnt:

Alexa, spiel [Musik Stil]

Alexa, spiel [Name einer Playliste] auf [Streamingdienst]

Alexa, spiel [Band]

Alexa, spiel [Lied] von [Band]

Alexa, spiel [Radiosender] auf [Streamingdienst]

Alexa, was läuft gerade?

Alexa, erzähl mir einen Witz!

 

Folgende Fragen könnt Ihr an Alexa stellen:

Alexa, wie wird das Wetter [Zeit] in [Stadt] z.B. Alexa, wie wird das Wetter übermorgen in Peking?

Alexa, welche Nachrichten gibt es heute? Art der bevorzugten Nachrichten kann in den Einstellungen eingegeben werden

Alexa, wieviel ist [mathematische Formel] z.B. Alexa, wieviel ist die Wurzel aus 9?

Alexa, wieviel Uhr ist es jetzt in [Stadt / Land]? Bei Ländern mit mehreren Zeitzonen werden alle angesagt!

Alexa wer ist [Person]?

Habt Ihr Fragen zu Alexa, schreibt uns einen Kommentar.

 

 

 

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2 Comments on “Alexa auf dem Amazon Echo einrichten – der digitale Sprachassistent im Haus

  1. Pingback: Lufthansa zeigt auf dem #digitalaviation Forum was die Zukunft bringt – schleeh.de

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