Frankfurt, 18. November 2015 – DJI, chinesischer Hersteller von Kameradrohnen, hat am Dienstag ein neues Geofencing-System für kontinuierlich aktualisierte Luftrauminformationen angekündigt.

Mit dem „Geospatial Environment Online“-System (GEO) erhalten DJI Piloten aktuelle Standortinformationen darüber, wo Überflüge verboten sind oder aus Sicherheitsgründen problematisch sind. Nutzer können ab sofort auf Live-Informationen über temporäre Flugverbote zugreifen, wie z.B. Waldbrände, größere Veranstaltungen in Stadien, VIP Reisen, oder andere akute Ereignisse. GEO enthält auch Koordinaten zu Flugverbotszonen beispielweise im Umkreis von Gefängnissen, Kraftwerken und anderen sensiblen Zonen.

DJI Phantom 2 Multikopter Foto Schleeh

DJI Phantom 2 Multikopter Foto: Schleeh

DJI Kameradrohnen können somit bei Aktivierung in sensiblen Orten standardmäßig weder fliegen noch starten. Um jedoch der großen Anzahl an genehmigten UAV-Anwendungen gerecht zu werden, wird es Nutzern mit einem verifizierten DJI Account möglich sein, bestimmte Gegenden für eine begrenzte Zeit freizuschalten. Dies gilt jedoch nicht für Zonen, die aufgrund von nationalen Sicherheitsvorkehrungen in keinem Fall überflogen werden dürfen, wie zum Beispiel Washington D.C. oder andere verbotene Flächen.

Voraussetzung für die Freischaltung ist ein DJI User Account, der mit Kreditkarteninformationen oder mit einer Mobiltelefonnummer hinterlegt ist. DJI wird keinerlei Informationen herausgeben und der Service ist kostenfrei. Mit diesen verifizierten Nutzerkonten wird sichergestellt, dass sämtliche Überflüge über sensible Zonen registriert sind und von den Behörden nachvollzogen werden können.

DJI Inspire 1 in Innenräumen Foto: DJI

DJI Inspire 1 in Innenräumen Foto: DJI

“Geofencing wurde bereits vor zwei Jahren in DJI Fluggeräte integriert. Das neue Systeme soll sowohl die Sicherheitsvorkehrungen konsequent weiterentwickeln, als auch die Flexibilität für Nutzer in Form einer Selbstregistrierung erhöhen”, erklärt Brendan Schulman, Vice President für Rechts- und Sicherheitsangelegenheiten bei DJI. “Wir glauben, dass dieses Upgrade die Nutzer über einschlägige Rechtsvorschriften aufklärt und dazu beiträgt, einen verantwortungsbewussten Betrieb mit Multikoptern zu gewährleisten.“

„Unsere jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass eine strenge Geofencing-Integration der falsche Ansatz für diese neuen Technologien darstellt. Vielmehr möchten wir Nutzern unserer Produkte ermöglichen, im Vorfeld die richtigen Entscheidungen zu treffen auf Basis einer registrierten Nutzung und gezielter Aufklärung“, sagt Schulman.

Das neue System wird zunächst in Nordamerika und Europa eingeführt. Andere Länder erhalten aktualisierte Flughafenkoordinaten, werden jedoch weiterhin das bestehende “No Fly Zone” Geofencing-System verwenden, das bereits seit 2013 integriert ist. Sukzessiv wird das neue System auch in anderen Gebieten und Ländern eingeführt werden.

GEO nutzt Standortdaten von AirMap, einem US-Unternehmen aus Santa Monica, Kalifornien.

Das neue Kartensystem wird ab Dezember mittels Firmware-Upgrade und Update der DJI Go App verfügbar sein.

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One Comment on “Drohne kennt Flugverbote – Sicherheit für Multikopterpiloten

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