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Die neue Samsung Gear 360 Modell 2017 unter der Lupe

Die neue Samsung Gear 360 Modell 2017

Die neue Samsung Gear 360 Modell 2017 unter der Lupe Foto: Schleeh

Samsung Gear 360 Modell 2017

Unboxing neue Samsung 360 (2017) SM-R210

Unterschiede Samsung Gear 360 Modelle

Die Entwicklung bei 360° Kameras schreitet voran. Samsung hat zur Einführung des Galaxy S8 auch eine Weiterentwicklung seiner im letzten Jahr erstmals vorgestellten 360° Kamera Gear 360 gezeigt. Der erste und auffälligste Unterschied – das neue Modell ist wesentlich kompakter und hat keinen abschraubbaren Standfuß. Auf den zweiten Blick fällt im Vergleich zum Vorgängermodell auf, das der Akku fest verbaut wurde. 

Enttäuschend niedrige Auflösung bei 360 Fotos

Bei den technischen Daten gibt es auch Unterschiede. Anscheinend hat Samsung das neue Modell auf Video und Livestreaming optimiert. Denn bei der Erstellung von 360° Bildern kann das neuere Modell dem alten nicht das Wasser reichen. Mit 7776 x 3888 Pixeln oder zwei Mal 15 Megapixel pro Fischaugen-Kamera verfügt das 2016er Modell nur über etwas weniger als das Doppelte an Pixeln. Somit bleibt die erste Gear 360 weiter die erste Wahl bei der Erstellung von Bildern. Die neue hat in etwa die Abbildungsleistung der schon seit über zwei Jahren auf dem Markt befindlichen Theta S von Ricoh.

Neu – echte 4K bei Video und mobiles Livestreaming in 2K

Die Vorteile der kleineren und handlicheren neuen Gear 360 liegen eindeutig im Bewegtbild Bereich. Das kleine Ding zeichnet Videos in echter 4K-Auflösung mit 4096 x 2048 Pixeln auf. Was noch auffällt ist, dass die Videos wesentlich schärfer aussehen, als beim Vorgängermodell mit 3840 x 1920 Pixel.

Auch das Stiching hat sich enorm verbessert, das war beim 2016er Modell grenzwertig. Das liegt zum Einen sicher an einer Verbesserung der Software und Treiber, aber auch am fast halb so großen Abstand zwischen den beiden Linsen (Im Vergleich zur 2016er). Zum fast makellosen Stiching einer Ricoh Theta S ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Als ich den ersten Bericht über die neue Kamera bei Mobilegeeks.de nach dem Samsung Event gelesen habe, dachte ich es gibt endlich eine erschwingliche 360° Kamera für 4K Livestreaming. Die Freude währte nicht lange. Denn genau wie die Ricoh Theta S streamt die neue Gear 360 „nur“ in Full HD oder 2K. Laut Samsung soll das sowohl vom Smartphone als auch vom PC aus funktionieren. Auch die „eingeschränkte“ Unterstützung von Apple Smartphones ist eine Errungenschaft. Mein iPhone 6 plus ist aber schon zu alt und so musste ich es mit einem IPhone SE testen. Leider fehlt bei iOS die Livestreaming Funktion komplett. (Siehe Bild unten)

Vergleich Technische Daten 360° Kameras

Ich habe inzwischen alle drei 360° Kameras. Die Ricoh Theta S ist trotz ihres Alters immer noch eine Kamera mit großen Vorteilen und verbleibt deshalb auch in meinem Portfolio. In der unten stehenden Tabelle habe ich alle technischen Daten und Angaben meiner drei Janusköpfigen verglichen.

Fazit

Jede der drei Kameras hat seine Vorteile. Keine kann die anderen in allen Belangen abhängen.

Samsung Gear 360 (2017) Model-Nr. SM-R210 – Mobiles Livestreaming und Video

Ricoh Theta S – 360° Livestreaming am PC oder Mac Kamera für kleine Räume

Samsung Gear 360 (2016) Model-Nr. SM-C200 – 360° Bilder für draußen

– Nur mit einer kleinen Auswahl von Samsung-Geräten kompatibel
– Schlechtes Stitching (Größter Linsenabstand)
– Kein Livestreaming
– Kugelform führt leicht zu Stürzen

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